Aachener Notmünzen von 1920 - 1921

Die "Inflationszeit" der Jahre 1918 bis 1923 ist im wahrsten Sinne des Wortes "geprägt" von Notmünzen, die in vielen Städten - so auch in Aachen - zum Teil in großer Anzahl und Vielfalt ausgegeben worden waren, um als Ersatz für fehlendes Kleingeld zu dienen. Die Aachener Münzen wurden im Jahr 1920 geprägt, allerdings nicht in Aachen, sondern sie wurden von auswärtigen Zulieferern bezogen:

Die Münzen 1.1 bis 1.14 wurden bei der Firma Gebr. Kugel & Fink in Lüdenscheid geprägt.

Die Münzen 1.15 bis 1.18 wurden bei der Firma L. Chr. Lauer in Nürnberg geprägt.

Die folgende Auflistung der Notmünzen erfolgt entsprechend der Katalogisierung nach Walter Funck, entsprechend der 8. Auflage von 2012; sofern abweichend, steht die bisherige Katalognummerierung in Klammern dahinter.

 

Zusätzlich zu den Notgeldmünzen wurde Papiernotgeld emittiert. Eine äußerst detaillierte Übersicht über alle bekannten Papiernotgeldvarianten des ehemaligen Regierungsbezirks Aachen mit farbigen Abbildungen hat Friedhelm Merkelbach zusammengestellt und veröffentlicht.



Anläßlich zweier Karlsfeste ( 1975 und 1979 ) wurden Medaillen mit der Abbildung Aachener Notgeld-Münzen geprägt.

Die Medaillen zeigen die "10 Pfennig" Münze " ALAAF OCHE EN WENN ET VERSÖNK" sowie die "1 Öcher Grosche" Münze mit der "Marktfrau":

Die Medaille wurde zum Karlsfest am 28. Januar 1975 geprägt und wurde kostenlos abgegeben. Die Auflage betrug 4000 Medaillen.

 


Die Medaille wurde zum Karlsfest am 28. Januar 1979 geprägt und konnte im Rathaus für 2 DM erworben werden. Die Auflage betrug 3000 Medaillen.

In geringer Zahl wurden auch Abschläge in Silber gefertigt.